„Das eine geht nicht mehr ohne das andere.“

„Das eine geht nicht mehr ohne das andere.“

Sind sie ein Künstler-Ehepaar? Oder schon eher eine Dreiergemeinschaft? Ganz eindeutig lässt sich die Frage im Moment nicht beantworten. Denn wenn man bei Remo Albert Alig und seiner Frau Marionna Fontana zu Gast ist, sind da die Spuren eines Dritten in der Künstlergemeinschaft nicht zu übersehen – und man sollte sie nicht gering schätzen.

Ihre heutige künstlerische Zusammenarbeit überschreiben Marionna Fontana und Remo Albert Alig mit einem einzigen Satz: „die Arbeit des einen ist nicht ohne die Mitgestaltung des anderen denkbar.“ Auch wenn jeder von beiden seine ganz spezifischen Stärken hat, so betont besonders Remo Albert Alig, dass er ohne die Gemeinsamkeit mit seiner Frau nie seinen Raum als anerkannter und erfolgreicher Künstler gefunden hätte. Sie selbst nennt sich die „Handwerkerin“, welche hochkarätige Ideen ihres Mannes umzusetzen imstande ist, die seine höchst anspruchsvollen philosophischen Gedankengänge versteht und ihn in der Verwirklichung derselben berät und zugleich kritisch in der Beurteilung ist. Wie in einem Spiegel gesehen fühlt der Künstler sich, wenn er seine Vorstellungen mit seiner Partnerin diskutiert. Diese Gespräche sind ein wesentlicher Teil des vollendeten Werks.

Und unvorhersehbar und ungeplant ist mit Sohn Jonathan ein „Mitarbeiter“ aufgetaucht, der allein durch sein Da-Sein als Inspirationsquelle wirkt. Offenheit, Neugier, Bewegungslust, Forschergeist, Entdeckungsdrang, tiefschürfendes Studieren, philosophisches Grübeln und kindliche Freude an der Natur und ihren Wundern sind die Grundpfeiler des kreativen Gestaltens dieser aussergewöhnlichen und liebenswürdigen „Künstlerfamilie“.

(Foto: „Workshop Forum Würth Chur 2018“ zV.g. / Text: Gisela Kuoni)

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