„Wenn die Scheidung das Unternehmen gefährdet“, SRF 1 «ECO» vom 10.11.2014

„Wenn die Scheidung das Unternehmen gefährdet“, SRF 1 «ECO» vom 10.11.2014

Baut ein Ehepaar gemeinsam ein Unternehmen auf, so überwiegt anfangs die Euphorie für das Geschaffene. Vertragliche Abmachungen spielen oft eine untergeordnete Rolle. Gehen die Partner später getrennte Wege, kann die Firma auf der Strecke bleiben.

Jedes neunte Unternehmen in der Schweiz gehört einem Ehepaar und wird von diesem gemeinsam geführt. Diese Hochrechnung stammt von Urs Fueglistaller, Professor am KMU-Institut der Universität Sankt Gallen. Er kennt die Höhen und Tiefen solcher Beziehungen: «In jungen Jahren ist man euphorisch, man hat so viel zu tun», sagt er im Interview mit «ECO». «Es gibt dann vielleicht einmal ein Alter mit vierzig oder fünfzig, in dem man andere Interessen hat und sich auseinanderlebt.» Kommt es zur Trennung, können die finanziellen Folgen den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

So kann eine Scheidung ungewollt den Verkauf des Unternehmens nach sich ziehen. Haben die Ehegatten keine spezielle Regelung getroffen, also einen Ehevertrag abgeschlossen, so gilt der ordentliche Güterstand der Errungenschaft. In diesem Fall muss bei einer Scheidung hälftig geteilt werden. Ein Partner muss den anderen ausbezahlen. Nebst emotionalem Schmerz droht eine finanzielle Einbusse. Etwa dann, wenn das Unternehmen im falschen Moment unter seinem Preis verkauft werden muss, um den Partner rasch abzufinden.

Hier gehts zum Beitrag „Wenn die Scheidung das Unternehmen gefährdet“ in der Sendung ECO vom 10. November 2014 auf SRF 1

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