wussten Sie dass . . .

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Zwischen 30 und 45 geschieht alles gleichzeitig: Gut ausgebildete Frauen bekommen Kinder oder haben kleine Kinder und erlangen gleichzeitig ihren beruflichen Höhepunkt. Eltern werden älter und beginnen die Hilfe ihrer erwachsenen Kinder in Anspruch zu nehmen. Das eigene Familiensystem, aber auch die Herkunftsfamilie werden zunehmend anspruchsvoll und erste kritische, ja tragische Lebensereignisse im nahen sozialen Umfeld (wie zum Beispiel Scheidung oder Tod eines nahen Freundes oder Angehörigen, Krankheit) können ihre Spuren hinterlassen.

Diese biographische Stressphase ist geprägt von sich häufenden komplizierten Lebensentscheidungen, aber auch von der Ambivalenz der verschiedenen Lebensmodelle. Das Jonglieren zwischen Erwerbsarbeit und Familie, zwischen den Bedürfnissen des Partners und den Bedingungen der jeweiligen Geschlechterrolle und das Sich-einig-Werden über Geld- und Erziehungsfragen stellen insbesondere an Paare, die sich in der mittleren Altersphase zwischen dem 30. und dem 45. Lebensjahr befinden, hohe Ansprüche.

Die Zufriedenheitskurve sinkt in dieser anspruchsvollen Lebensphase rapide ab. Entgegen der Erwartung, dass wir in der Mitte des Lebens einen Höhepunkt an Zufriedenheit erleben und dass diese Kurve mit 40 Jahren kontinuierlich wieder absteigt, verläuft die subjektive Zufriedenheitskurve inzwischen wie ein U. Sie bricht in der Lebensmitte ein, um danach bis ins hohe Alter wieder stetig aufzusteigen. Der Optimismus nimmt bei vielen Menschen in dieser stressvollen Rushhour vorübergehend ab, um mit zunehmendem Alter wieder stetig zu wachsen.

Bild: Coverfoto des Buches Rushhour des Lebens von Walter Schmidt – „Vereinbarungskarrieren” im Brennpunkt des Konflikts zwischen Berufs- und Familienorientierung

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